I/O-Eröffnungstag: Google CEO Sundar Pichai bei seiner Keynote. (Quelle: Ubilabs) Malte Modrow mit seinem Google Home. (Quelle: Ubilabs) Fontaine Foxworths Vortrag zum Thema "A Sense of Place in your Apps". (Quelle: Ubilabs) Live-Quiz zu den Kuriositäten der Webentwicklung mit Jake Archibald und Paul Lewis. (Quelle: Ubilabs) Das Shoreline Amphitheatre während des Konzerts von LCD Soundsystem. (Quelle: Ubilabs)

Google I/O 2017 – das heißt drei Tage technische Talks, viele Ankündigungen und anwendungsorientierte Workshops, aber auch mit jeder Menge Unterhaltung. Unser Frontend-Developer Malte Modrow wollte sich das nicht entgehen lassen und erzählt im Interview von seinen Eindrücken, die er vom 17. bis 19. Mai auf dem Developer-Festival in Mountain View gesammelt hat.

Hallo Malte, du warst zum ersten Mal auf so einer großen Konferenz, richtig?

Ja, das stimmt. Auf einer Konferenz mit so einem Umfang – mehr als 7.000 Teilnehmer – war ich bisher noch nicht. Ein riesiges Event, das Google da auf dem Gelände des Shoreline Amphitheatres auf die Beine gestellt hat.

Wie hast du die drei Tage verbracht?

Die meiste Zeit habe ich natürlich damit verbracht, so viele Vorträge wie möglich zu besuchen und in den sogenannten Sandbox-Zelten die neuesten Geräte, Gadgets und Tools zu testen, so z. B. Googles Tango, die Daydream-VR-Headsets und das neue Android O. Hier waren dann auch viele Google-Experten vor Ort und standen für Fragen zur Verfügung.

Zwischen den Vorträgen kam man super schnell mit anderen Teilnehmern ins Gespräch und konnte sich austauschen. Das hat mir sehr gut gefallen. Und auch für das Abendprogramm war gesorgt. Das Konzert von LCD Soundsystem war ein toller Abschluss des zweiten Konferenztages. Nebenbei habe ich mich außerdem um den Ubilabs-Twitter-Account gekümmert. Das war eine super Möglichkeit, um meine Eindrücke von der Konferenz festzuhalten und zu teilen.

Welche Ankündigungen fandest du besonders spannend?

Es gab wieder einmal sehr viele Ankündigungen von Google. Dabei fand ich es spannend zu sehen, wie Google all seine Projekte und Produkte langsam an den universellen Google Assistant heranführt. Die erste Stunde der Keynote am ersten Tag hat sich nur um Artificial Intelligence und den Google Assistant gedreht.

Eine spannende Ankündigung aus dem Maps-Bereich ist Googles neuer "Visual Positioning Service" (VPS), der seinen Hauptanwendungsfall bei der Indoor-Navigation findet und einen vielversprechenden Eindruck macht. Weitere interessante Maps-Ankündigungen sind die neuen Maps URLs. Sie erlauben es, Google Maps in verschiedensten Zuständen direkt über leicht anpassbare URL-Parameter anzuzeigen. Es ist damit z. B. möglich, direkt über einen Link eine Navigation zu starten oder ein Panorama anzuzeigen.

Was waren für dich abseits der Ankündigungen die Highlights der Konferenz?

Es war cool, die Menschen kennenzulernen, die für die Technologien verantwortlich sind, mit denen ich jeden Tag arbeite. Ich konnte mich z. B. mit Joël Kalmanowicz (Product Manager für die Google Maps APIs) über die neuen Maps URLs unterhalten.

Ein weiteres Highlight war für mich das allgemeine Ambiente der Konferenz. Da sich alles draußen und in Zelten abspielte, fühlte es sich fast wie ein Festival an. Auch die sogenannten “After Hours Sessions”, das Abendprogramm, trug mit oldschool Arcade-Spielen, VR-Kino und Konzert zur Festivalatmosphäre bei.

Außerdem konnte ich meinen Aufenthalt noch mit ein paar Tagen Urlaub in San Francisco verbinden. Das war ebenfalls großartig, da ich vorher noch nie da war und es viel zu entdecken gab. Ich bin viel Fahrrad gefahren und habe gemerkt, wie steil die Straßen dort wirklich sind.

Was konntest du als Learnings für dich und deine Kollegen mitnehmen?

Ich war bei vielen Vorträgen zum Thema Mobile Web. In fast jedem Talk wurde auf die sogenannten Progressive Web Apps eingegangen. Das sind sehr performante Webseiten bzw. Webapps, die sich neue Browser-Features zu Nutze machen und sich so immer mehr wie native Apps anfühlen. Einige Stichpunkte sind hier "Offline Support", "Home Screen Icon" oder "Push Notifications". Unsere kommenden Projekte werden sicherlich sehr von diesen Eindrücken profitieren.

Und zum Schluss: Bist du nächstes Jahr wieder mit dabei?

Klar :) Es war eine tolle Erfahrung!