HVV in Echtzeit: Mit der HVV Live Map sofort erkennen, ob die U-Bahn Verspätung hat. (Quelle: Screenshot hvv.live) Die HVV Live Map in der Desktop-Ansicht: S-Bahn, U-Bahn, Fähren und Züge auf einen Blick. (Quelle: Screenshot hvv.live) Die türkisfarbene Standort-Markierung macht die Orientierung auf der HVV Live Map besonders leicht. (Quelle: Screenshot hvv.live)

Jeder, der in Hamburg lebt oder schon einmal zu Besuch war, weiß, wie wenig ein Auto nützt, wenn man in der Rush Hour von A nach B möchte. Doch mit S-Bahn-Ausfällen, U-Bahn-Verspätungen und Staus hat auch der ÖPNV seine Tücken. Das dachte sich auch Franz Neubert, Frontend-Entwickler bei Ubilabs, und hat es sich in einem Forschungsprojekt zur Aufgabe gemacht, die ÖPNV-Nutzung in Hamburg einfacher zu gestalten.

Hamburger Nahverkehr in Echzeit

In Betreuung von Martin Kleppe, Head of Development bei Ubilabs, entwickelte er mit hvv.live die HVV Live Map, die den öffentlichen Nahverkehr in und um Hamburg in Echtzeit visualisiert. Die Karte stellt nicht nur das Hamburger Streckennetz übersichtlich dar, sondern liefert dem Nutzer die wichtigsten Informationen zu Bussen, S- und U-Bahnen, Nahverkehrszügen sowie Fähren. Einzelne Fahrzeuge werden dabei als Punkt auf der Karte dargestellt, der sich in Echtzeit entlang der Strecke bewegt. Mit Klick auf ein Fahrzeug werden seine nächste Haltestelle, aktuelle Verspätungen sowie der gesamte Streckenverlauf der Linie angezeigt. Dank der Markierung des eigenen Standorts fällt die Orientierung auf der Karte leicht.

Klares Design auf einen Blick

Auch die klare Gestaltung des Interfaces trägt entscheidend zur Nutzerfreundlichkeit bei. So hat sich UX-Designer Mirko Hamann, der Franz Neubert bei der Projektumsetzung unterstützte, bei der Farbgebung des Streckennetzes an den bekannten ÖPNV-Farben der Hamburger Linien orientiert. Pendler und regelmäßige HVV-Nutzer erkennen ihre Standardlinie auf den ersten Blick und sehen gleich, ob die nächste Bahn schon in der Nähe ist.

Die HVV Live Map ist eine Web-App, die auf Mapbox basiert und für die mobile Nutzung optimiert ist. Fügt man die Seite dem Homescreen hinzu, hat die Karte den Look und Feel einer herkömmlichen App. Mehr zu den technischen Herausforderungen und der Umsetzung des Projektes erzählt Franz Neubert in seinem Medium-Beitrag “The Moving City”.

Die Zukunft der Karte

Doch wie geht es mit der HVV Live Map weiter? Franz Neubert denkt bereits über weitere Funktionalitäten nach – beispielsweise die Hervorhebung von Fahrzeugen und Haltestellen in der direkten Umgebung des Nutzers, Push Notifications zu Verspätungen oder die Integration von Fahrplaninformationen. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind vielfältig. Fragen, Anregungen und Feedback sind gern gesehen, am besten via Twitter an Franz Neubert @Scarysize.

 

Hinweis: Der HVV stellt selbst keine offizielle Schnittstelle zur Verfügung. Für hvv.live werden die Daten von http://geofox.hvv.de/jsf/mapsOSM.seam genutzt. Die Position von Fahrzeugen, die keine Informationen in Echtzeit liefern, werden dabei interpoliert.