Workshop von Karuna und Ubilabs: Babette Brühl, Grafikerin & Jörg Richert, GF von Karuna (Photo: Ubilabs) Mogli ist fester Bestandteil des Karuna-Teams und Namensgeber (Photo: Ubilabs) Angeregte Diskussionen mit allen Projektbeteiligten von Karuna und Ubilabs (Photo: Ubilabs)

Die Hilfsorganisation Karuna in Berlin unterstützt Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben und/oder suchtgefährdet oder suchtkrank sind, mit einem breiten Beratungsangebot. Neben der persönlichen Betreuung von Betroffenen geht es auch um die Vermittlung von Hilfsangeboten, Therapien und Schlafplätzen. Damit die Jugendlichen sich selbst besser helfen können, entwickelt die Organisation nun gemeinsam mit Ubilabs eine interaktive Karte zu entwickeln, auf der alle wichtigen Anlaufstellen zu finden sind.

Schnell zum nächstgelegenen Schlafplatz finden

Die neue mobile Website (mit dem Arbeitstitel Mokli) soll Straßen- und unbegleiteten Flüchtlingskindern Orientierung in einem immer komplexer werdenden Hilfesystem bieten. Entkoppelte Jugendliche sind oft aufgrund ihrer Not nicht in der Lage, die passenden Beratungs- und Anlaufstellen ausfindig zu machen.

Über die interaktive Karte der mobilen Website werden die nächsten Beratungs- und Notschlafstellen, Essensausgaben oder Tageseinrichtungen ganz leicht auffindbar. Filter erleichtern die Suche – so gibt es beispielsweise Schlafstellen, die Frauen vorbehalten. Bei der Entwicklung der App werden betroffene Jugendliche einbezogen. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Seite schnell lädt bzw. ein geringes Datenvolumen verbraucht und dass die Bedienung intuitiv ist. Dazu gehört, dass anstelle von langen Texten selbsterklärende Icons verwendet werden. Darüber hinaus wird die mobile Website in mehreren Sprachen angeboten.

Gefördert von Google – umgesetzt von Ubilabs

Finanziert wird das Projekt mithilfe eines Preisgeldes aus der Google Impact Challenge, die digitale Projekte von NGOs fördert. Ubilabs ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung der mobilen Website, die auf Google Maps bsiert. Das beinhaltet die Entwicklung eines Redaktionssystems (CMS), über das der Verein die Informationen selber erstellen und pflegen kann, das Design der Seite und der interaktiven Karte und letztendlich auch die Programmierung.